Über den Passo San Giacomo vom Val Bedretto im Tessin wandern wir ins Val Formazza in Piemont. Ein einfacher Passübergang und eine wenig begangene Ausweichroute zur Auftaktetappe der GTA über den Griespass.

Für diese Etappe gibt es zwei Optionen: a) als Tageswanderung ab Airolo. Dann startet man am besten bei der Bergstation Pesciüm über Airolo und schreitet den Südhang des Val Bedretto ab, über Almgelände und durch Lärchenwald, immer mit schöner Aussicht auf das Gotthardgebiet. Allmählich gewinnt man an Höhe, bis man den Passo San Giacomo erreicht. (Route gem. Karte). Oder b) Als Halbtagestour ab all'Aqua, z.B. für einen Anreisetag, wie in unserem Fall. Dann nimmt man für das erste Stück den Postbus ab Bhf. Airolo und steigt dann durch Weiden und Buschwerk eher steil den Hang zur Passhöhe hinauf.

Mit dem Passo San Giacomo überschreiten Pass Nr. 1 dieses 8. Abschnitts unserer Tour. Die Landschaft weitet sich nun gen Süden, der Blick zu den hoch aufragenden Bergen jenseits des Val Formazza wird frei. Wir gehen auf dem sog. "Mussolini-Sträßchen", das unter der faschistischen Regierung in den 1920er Jahren auf italienischer Seite als "Tourismusstraße" ausgebaut, auf schweizer Seite aber wohlweislich nie weitergeführt wurde. Seitdem verfällt es allmählich, einige Ruinen säumen den Weg. Links unter uns liegt der Lago Toggia, einer von den vielen Stauseen in der Gegend. Nahe bei der Staumauer erreichen wir das Tagesziel, Rifugio Maria Luisa (CAI) in schöner Panoramalage über dem Val Formazza. Als Halbtagestour eine gänzlich unspektakuläre Etappe zum Eingehen.

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