Ehemaliges Molkereigelände TU München-Weihenstephan, Freising | Gestaltung Molkereigelände
Das eigentliche ehemalige Molkereigelände wurde als einfacher Wiesenhang gestaltet. Geradlinig wird er von Wegen durchschnitten, sie verknüpfen bislang lose Enden in der inneren Erschließung des Campus auf kürzestem Weg und binden die Einrichtungen auf dem Berg an den Zentralbereich an.
Die Wiese sollte in der Nachbarschaft der vorhandenen wissenschaftlichen Obstplantagen einen landschaftlichen Streuobst-Charakter erhalten. Geeignete und zeitgemäße pflegeextensive Sorten wurden gemeinsam mit Studenten am Institut für Obstbau der FH Weihenstephan im Rahmen einer Semesterarbeit bestimmt. Aufgepflanzt wurden robuste einfache Sorten, die dann später nach dem erarbeiteten Sortenkonzept umveredelt werden. So entstand, nebenbei, eine kleine Versuchsfläche für den Streuobstanbau.
Die Oberflächenformung und Höhenlagen wurden durch Relikte der ehemaligen Bebauung sehr weitgehend determiniert: Beim Abbruch sollten Schuttaufkommen und Entsorgungskosten minimiert werden, so dass der größte Teil des Bauschutts im Rahmen des Abbruchs an Ort und Stelle zur Geländegestaltung eingebaut wurde. Viele Bauteile (Fundamente, Kellerwände) und v.a. zahlreiche noch benötigte Versorgungstrassen, wie z.B. große Fernwärmeleitungen, mussten im Untergrund verbleiben.