Ehemaliges Molkereigelände TU München-Weihenstephan, Freising | Konzept

Die Verlagerung der Molkerei Weihenstephan hinaus aus dem Campusgelände der TU München ermöglichte den Abbruch alter Industrie- und Institutsgebäude und damit den Einstieg in eine städtbauliche Neuordnung des Nordhangs am Weihenstephaner Berg.

Im Zuge der kontinuierlichen Entwicklung des Hochschulstandorts Weihenstephan seit dem Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich die Bebauung allmählich über den Nordhang ausgebreitet. Der sog. Freisinger "Nährberg" mit dem kompakten historischen Ensemble von Brauerei und Gebäuden des ehemaligen Klosterkomplexes, der Keimzelle der Landwirtschaftlichen Hochschule, verlor zunehmend an landschaftlicher und städtebaulicher Prägnanz. Mit dem Ausbau zur Campus-Universität seit den 70er Jahren wurde das Hochschulzentrum an den nordseitigen Fuß des Berges verlagert, von dort ausstrahlend wird es seitdem fortlaufend erweitert.

Künftig soll sich die Bebauung weitgehend auf den Bergrücken (historischer Kern) und den Hangfuß mit Umgebung (modernes Campusgelände) beschränken. Die Hangflanke dagegen soll von Bebauung freigehalten werden, sich wieder als Grünraum mit kulturlandschaftlichem Charakter, wie die Jahrhunderte zuvor, entwickeln. Für den ehemaligen Molkereibereich war dies konkret gestalterisch zu definieren.

Dem Wunsch nach großzügiger Landschaftlichkeit des zu gestaltenden Freiraums stellten sich eine ganze Reihe von technischen und baulichen Fixierungen  aus der industriellen Vergangenheit entgegen. Das Entwurfskonzept reagiert auf die rauhen Vorgaben, in dem es sie nicht zu kaschieren versucht, sondern in bewusst gewählten Kontrasten von Gestaltungselementen und Materialien thematisiert. So bleibt auch weiterhin kenntlich, dass dies ein wiedergewonnener, ein der Bebauung abgerungener Freiraum ist.

Weihenstephaner Hang
  Projektdaten
  Konzept
  Gestaltung Molkereigelände
  Gestaltung Institute

Grünanlage Landshuter Allee
Garten Schäftlarn
St. Willibald München
Weihenstephaner Hang
Landesamt für Umwelt Augsburg
Resort-Hotel Garmisch
Kunstprojekt rang Weihenstephan
Industriebau Engerwitzdorf