Promenade, Messestadt München-Riem

Auf einer Länge von mehr als 2 Kilometern bildet die Promenade ein städtebauliches Rückgrat der Messestadt, als Nahtstelle und Scharnier zwischen den Wohnquartieren und dem südlich gelegenen Landschaftspark. Bepflanzt mit 3 Reihen Robinien ist sie alles andere als eine starre Achse, sondern wohnlicher städtischer Freiraum und Bewegungsraum, Schulweg der Kinder wie Laufstrecke der Jogger.

Robinien sind Individualisten. Nach einem strengen Schnitt zur Pflanzung, der ihnen für etwa 2 Jahre ein lustiges pinselartiges Erscheinungsbild gibt, entwickeln sie variantenreiche und breite Baumkronen, die einen angenehmen lichten Schatten spenden. Das Pflanzsubstrat wurde auf der Baustelle aus dem örtlichen Kiesaushub durch geringe Zugabe bodenverbessernder Zuschläge gemischt. Auch der Wegeoberbau besteht hautpsächlich aus in situ abgesiebtem bauseitigem Kies, ein wesentlicher Beitrag zu den insgesamt niedrigen Baukosten. Die Oberfläche ist weitgehend als wassergebundene Decke gestaltet, ein 5 m breites Wegeband aus Gussasphaltbelag ermöglicht die ganzjährige uneingeschränkte Benutzbarkeit.

Die Realisierung erfolgte in mehreren Bauabschnitten seit 1998, die wesentliche Fertigstellung zur Bundesgartenschau 2005, in die die Promenade zu Teilen einbezogen war.

Bauherr: MRG - Maßnahmeträger Riem GmbH
Entwurf: Valentien + Valentien, Weßling
Zeitraum: Realisierung 1998 - 2006
Größe: 10.000 m2
Leistungsbild: Ausschreibung, Objektüberwachung

Promenade München-Riem
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